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Sonntag, 28. November 2010

More Shanghai


Überall in Shanghai versucht man Touristen das hässliche Expo-Masskotchen zu verkaufen, das jetzt nach der Expo niemand mehr haben will. Irgendwie erinnert es an eine Zahnpasta-Werbung.

Blumenkohl als Grünstreifenbepflanzung.  

 Shanghai ist viel deutscher als Peking. Hier nur ein Beweis.

 Der spacige Shanghaier Fernsehturm. Würde sich sehr gut in Berlin machen. 

 Öffentliche Teewasser-Refill-Station im Park.

Wieder ein Kind, das uns erst angsterfüllt anstarrte und danach beim Anblick der unheimlichen europäischen Augen in Tränen ausbrach. 

Montag, 22. November 2010

Lehrstunde für die Deutsche Bahn

Letztes Wochenende ging es mit dem Nachtzug also nach Shanghai. Die Zuege fahren abends in Peking ab und sind dann ca. 9 Stunden spaeter im 1300 km suedlicheren Shanghai. Wie die meisten Dinge, ist auch das Bahnfahren in China anders- und zwar eindeutig besser!

 Los ging es am Flughafen. Nein, das ist tatsaechlich ein Bahnhof.


Hier steigt man nicht ein, hier checkt man am Gate ein.  

 Unser ICE. Gleich drei Züge fahren im Abstand von 3 Minuten nach Shanghai ab.

Die Betten in den 4er Schlafabteile sind deutlicher breiter. In jedem Abteil gibt es einen Tisch und eine Kanne heisses Wasser fuer Tee. Jeder Passagier bekommt wie im Hotel ein paar eingeschweisste Hausschuhe, mit denen auch sofort alle Chinesen im Zug unterwegs waren. Natuerlich dazu im obligatorischen Schlafanzug. Die werden nicht nur gerne morgens auf der Strasse gezeigt. 
 Seidenkleiderbügel mit Schleifchen.
So saubere Zugtoiletten hat man in Deutschland noch nicht gesehen. Alle 30 Minuten wird hier geputzt. Jedes Bett hat einen eigenen Flachbildfernseher. Findet Nemo war sogar auf Chinesisch ganz unterhaltsam. 

Jede Zugfahrt kann aber dann doch noch zum Horroserlebnis werden, wenn ein Schnarcher einsteigt. Und so musste es auf der Hinfahrt natuerlich passieren. Gegen vier Uhr morgens beginnt man langsam Mordfantasien zu entwickeln und freut sich bei jedem Atemaussetzer "Ja! Er ist endlich erstickt!". Gegen 5 Uhr morgens ist man einfach nur noch verzweifelt und ueberlegt wie man mit seinem Anfaengerchinesisch dem Schnarcher mitteilen koennte, dass man auch gerne schlafen wuerde und wie unhoeflich es im Land der Hoeflichkeit ist, einen wildfremden alten Mann einfach zu wecken. Gegen 6 Uhr morgens versucht man das alles als interkulturelle Erfahrung abzutun und startet den Tag um 7 Uhr morgens ohne nur eine Minute geschlafen zu haben. Die Rueckfahrt mit einem franzoesischen Studenten und einer hochschwangeren chinesischen Architektin verlief dafuer unglaublich leise.  

Shanghai

Shanghai ist eine unglaubliche Stadt, bei der man auf der einen Flussseite denkt, in Paris zu sein und auf der anderen sich in die Kulisse eines Science-Fiction-Films verirrt zu haben. Shanghai ist wahrscheinlich durch die Kolonialgeschichte viel westlicher als Peking und es fehlt der ganze kommunistische Muff, den man doch irgendwie jeden Tag in Chinas Hauptstadt sieht und fuehlt. Und es ist viiiiiel waermer! Bei Fruehlingswetter Ende November starteten wir ganz touristisch mit einer Stadtrundfahrt und fotografierten uns danach vor der Skyline, die die chinesischen Touristen fast so spannend fanden wie uns. So mussten wir dann zahlreiche Fotos à la "Ich mit westlichem Auslaender und Shanghaier Skyline" ueber uns ergehen lassen. Auch die Anfrage, ob man denn mal ein Foto von uns beiden vor der Skyline machen koennte, wurde nicht verstanden. Stattdessen wurde die chinesische Ehefrau gleich neben uns gestellt und das mit unserer Kamera festgehalten. 






Donnerstag, 11. November 2010

GWK goes Peking


GWK goes Große Mauer
GWK goes Verbotene Stadt
GWK goes Pagodenwald
Berühmte deutsche Popmusikband, die Chinesen sehr neugierig machte

Mittwoch, 10. November 2010

Ausflugsfotos des letzten Wochenendes




                                           Große Mauer Teil 2

                                          Houhaisee

    
                                          Houhaisee



                                          Pagodenwald
                                          

Samstag, 30. Oktober 2010

Samstagsausflug - Die netten Seiten

Heute ging es zum "Park des duftenden Berges" ganz in den Norden von Peking. Empfohlen wird der Park besonders für den Herbst, da es hier so eine Art chinesischen Indian Summer gibt. Im Park ist unter anderem ein bekannter buddhistischer Tempel, den wir uns ansehen wollten. Für 10 Yuan Zusatzeintritt für den "Tempel der azurblauen Wolke" blieb dann auch die chinesische Masse vor der Tür und wir sahen zum zig-sten mal goldene Buddha, bunte Buddhas, Dickbauchbuddhas, gefährliche Bewachungsbuddhas, fröhliche Buddhas und Räucherstäbchen. Während viele hier unter dem Motto leben "Tempel? Kennt man einen, kennt man alle." arbeiten wir fleißig jedes Wochenende einen nach dem anderen ab.







Samstagsausflug - Die schrecklichen Seiten

Nicht nur wir hatten die Idee dieses Ausflugsziels für das Wochenende, nein, ganz Peking wollte die bunten Blätter in den Nordbergen sehen. Am Ticketverkauf war bereits Nahkampfstimmung angesagt. In die Ticketschlacht begaben sich daher auch nur die Ehemänner, Väter und Freunde, während die Frauen (lange) am Rand des Geschehens auf ihre Eintrittskarten warteten. (Es ist sehr gut einen großen Freund zu haben, denn da haben die Chinesen Respekt und etwas Angst. Ich musste nur kurz warten.) Im Park selber wälzte sich dann eine Menschenmenge die Berge hoch. Familien picknickten zwischen weggeworfenen Plastikflaschen am Rand  der Menschenmeute und jeder Busch war von jemandem belegt, der ein Foto davor machen wollte. 


Das alles war noch nichts gegen die Rückfahrt. An den Bushaltestellen stapelten sich die Menschen. Als wir einen Bus ergattert hatten, fuhren wir erstmal in den ersten Stau. Für 2 Busstationen haben wir 45 Minuten gebraucht zusammengefercht wie Tiere. Da kam dann schon erste Verzweifelung auf, wie man denn ohne Stadtplan, Reiseführer, generelle Orientierung und Ipod mit Beijing Taxiguide (alles Zuhause vergessen), eine Alternative finden könnten, um ans andere Ende einer Stadt zu kommen, die die Fläche von Thürigen hat. Am schlimmsten an der Sache war die Gelassenheit, mit der die Chinesen diese quasi Bus-Massentierhaltung in einem Bus, der sich nicht bewegte und in dem es immer heißer wurde, hinnahmen. 


Endlich schien sich doch jemand erbarmt zu haben und auf Chinesisch die Busbegleiterin gefragt zu haben, ob man denn auch zwischen den Stationen aussteigen dürfe, denn die Tür ging auf. Nach einem längeren Spaziergang an den Beginn des Staus, wurde wir Zeuge, wie illegale Taxifahrer Staus provozierten, um dann die entnervten ausgestiegenen Buspassagiere zu überteuerten Preisen nachhause zu fahren. Wieso bekommt man hier die Todesstrafe wenn man einen Panda tötet oder Mehrwertsteuerbelege fälscht, aber nicht für sowas? Wir haben es am Ende geschafft mit einem legalen Taxi (auch teuer) nachhause zu fahren. 



Donnerstag, 28. Oktober 2010

Hainan - Mallorca von China








Am Montag ging es auf Geschäftsreise nach Hainan. Das sind 3,5 Flugstunden von Beijing nach Haikou, der Hauptstadt. Die Urlaubsinsel Hainan liegt noch südlicher als Taiwan und etwa auf der Höhe von Vietnam. Dementsprechend ist die Atmosphäre dort wie das Bild, das man von Thailand hat, Wasserbüffel, Reisfelder und Bauern mit Strohhüten. Schön warm; in Beijing waren 3 Grad an diesem Tag. In Hainan ist es gerade eine echte Schlagzeile, dass die Kaltfront, die im Moment von Norden her das Land überzieht, die Temperaturen vor Ort unter 20 Grad bringen wird. Ganz im Norden schippen die Chinesen dagegen schon Schnee. 


Ich bin mit meinen chinesischen Chef und seinem Partner geflogen um das Gebiet für eine neue Stadt genauer anzuschauen und um mit den Behörden zu sprechen. In Hainan wird gerade alles auf den Kopf gestellt, es werden Autobahnen und Hochtrassen für Schnellzüge errichtet, ganze Stadtteile neu gebaut. Die Insel ist quasi eine riesige Baustelle.

Samstag, 9. Oktober 2010

Herausforderungen auf der großen Mauer




Während der Nationalfeiertage ging es mit unserem Besuch, C.s Kollegen und weiteren Architekten aus Shanghai zu einem "untouristischen Teil der Großen Mauer" bei Jiankou. 


Zu diesem Mauerabschnitt sagt Wikipedia: 


"Der Jiankou-Abschnitt liegt zwischen den Mauerabschnitten Mutianyu – zehn Kilometer östlich – und Huanghuacheng. Sein schlechter Erhaltungszustand und die Lage auf einem von zackigen Klippen und Steilabfällen gesäumten Bergrücken machen eine Begehung gefährlich. Der Abschnitt besitzt viele malerische Stellen. Einer davon ist der „Wachturm des Hochfliegenden Adlers“, der auf dem höchsten Teil von Jiankou erbaut wurde. Die „Himmelsstufen“ sind eine weitere berühmte Stelle. Hier steigen Stufen fast senkrecht auf, so dass es schwierig ist, auf ihnen Halt zu finden." 


Leider wussten wir davon zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Und so ging es ohne Wanderkleidung und mit Stoffschuhen ohne rutschfeste Sohlen ausgestattet mit einem Minibus früh am Morgen los. Die Mauer war an dieser Stelle in der Tat sehr spektakulär und die Wanderung für Menschen mit Höhenangst ein - nennen wir es - unvergessliches Erlebnis. Neben einer einmaligen Landschaft erwarteten uns 70 Grad-Freeclimbing, 80 Grad-verfallene-Treppen-Steigungen und Abstiege über nasse Lehmböden. Den Berg rutschte man am Ende fast nur noch runter, wobei Kat sogar einen hohen dicken (morschen) Baum fällte, was von einem Chinesen, der gerade um die Ecke kam mit einem bewunderten "Very strong!" kommentiert wurde. So sind wir Deguoren aus dem Land der Moral halt: groß und kräftig.


Wir hatten die Möglichkeit tolle Fotos zu machen. Am Ende wurden wir noch mit mehreren Regenbögen belohnt. Ich habe jetzt ein paar Fotos von Y. eingestellt, da er auch zu Zeitpunkten fotografiert hat, wo ich gefühlt gerade ums Überleben kämpfte. 

Freitag, 8. Oktober 2010

Beijing Zoo



Einen Zoobesuch kann man hier wirklich nicht empfehlen. Es ist überfüllt, die Gebäude sind echt heruntergekommen und die Tiere vegetieren in Gehegen mit Plastikflaschen vor sich hin (vielleicht wurde sie damit beworfen, damit sie sich überhaupt mal bewegen. Jedes Tier, was wir gesehen habe mit Ausnahme eines Tigers, lag lethargisch in der Ecke rum und zum Tiger kann man gar nicht vor, weil alle Besucher dieses sich bewegende Tier natürlich sehen mussten). Auch die Pandas waren nicht spannender als unserer zuhause in Berlin. Die Eltern haben ihre chinesischen Kinder teilweise vor Postern mit Tieren fotografiert, um ein Zoofoto zu bekommen. Das Highlight des Tags blieb daher das Maiseis (natürlich bereits vom Verfallsdatum her abgelaufen wie das meiste hier).