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Mittwoch, 1. Dezember 2010

Pekingopern

Zu Pekingopern kann man eigentlich nur eines sagen: sie tun für westliche Menschen einfach nur in den Ohren weh. Eine solche Veranstaltung dauert mehrere Stunden und wird von einem eher älteren chinesischen Publikum verfolgt, wobei in einer richtigen Pekingoper nebenbei telefonieren, sich unterhalten, essen und trinken gar kein Problem ist und irgendwie auch dazu gehört.





Viel besser war dieser Typ hier, den wir vor ein paar Wochen in einer Veranstaltung gesehen haben. In der Shanghaier Oper gibt es eine Figur, die beim Tanzen ständig in Sekundenbruchteilen auf geheimnisvolle Art die Maske wechselt. 





Montag, 22. November 2010

Chinesische Gärten

Das Anlegen eines Gartens ist in China eine Wissenschaft. Von reduzierten japanischen Gärten unterscheiden sich die chinesischen Gärten durch eine gewollte Natürlichkeit und das Darstellen ganzer Felslandschaften im Kleinen. Auch das Aussuchen bestimmter schöner Steine und das Hinstellen dieser Steine wird hier als Kunst angesehen. Eigentlich bestehen chinesische Gärten meist aus vielen kleinen Gärten, die durch Mauern voneinander getrennt sind. Durch Durchgänge in ganz verschiedenen Formen gelangt man in den nächsten Garten. Hier ein paar Bilder von dem berühmten chinesischen Garten, den wir in Shanghai angeschaut haben. 




Mittwoch, 10. November 2010

Seltsame Aschehaufen

In einer der letzten Naechte beobachteten wir immer wieder wie Chinesen an Ecken Papier und Spielgeld anzuendeten und danach um die Aschehaufen einen Kreis malten. Was einerseits hervorragend zur guten Pekinger Luftqualitaet beitraegt, hat andererseits die Absicht den toten Ahnen Geld zu schicken-quasi per Rauchuebermittlung. Dieses Ritual wird hier unter anderem in der Nacht des Winteranfangs nach dem chinesischen Mondkalender praktiziert. 



Montag, 25. Oktober 2010

Teezeremonie

Wir haben es jetzt auch endlich mal geschafft eines von Pekings unzaehligen Teehaeusern zu besuchen und an einer Teezeremonie fuer Wulongtee (heisst bei uns Oolongtee, um eher der chineischen Aussprache nahe zu kommen und uebersetzt soviel wie schwarzer Drachen Tee) teilzunehmen. Wenn man in ein Teehaus geht, kauft man sich fuer seinen Aufenthalt quasi gleich eine eigene Teezeremoniemeisterin mit, die immer wieder neue Aufguesse macht und in die winzigen Becher nachschenkt. (Das machen die so gut, dass man sich manchmal wundert, dass der Becher schon wieder voll ist.)Das Ganze folgt einem fuer jede Teesorte typischen Ablauf. Jeder Aufguss hat einen eigenen Namen und seine eigene Bedeutung. Immer wieder wird auch Wasser von Aussen ueber die Kanne gegossen, um die Poren des Tons von aussen mit heissem Wasser zu fuellen und die Kanne so gleichmaessig aufzuheizen.

Eine Wissenschaft fuer sich sind auch die "Haeppchen", die es zum Tee dazu gibt.
Das haben wir auch erst hier gelernt. Jede Teesorte hat Ihr spezielles begleitendes Teegebaeck, bestimmte getrocknete Fruechte (auch Gemuese wie getrocknete Tomaten) oder Schokoladen. Zu Pu Erh Tee gibt es zum Beispiel mit Schokopulver ueberzogene Walnuesse, waehrend es zu gruenem Tee eine Art von Erdnussplaetzen gibt. Zu unserem Wulongtee gab es u.a. getrocknete Datteln, Sesambaellchen und etwas, was wie die viereckigen Lakritz-Dinger aus der Haribo Colorado Mischung aussah. Auch ist es übrigens wirklich so, dass es hier in China bei Tees keine Preisgrenze nach oben gibt, wenn man sich die "Teespeisekarten" mal näher ansieht.

Am Ende hat sich noch herausgestellt, dass die eine Teemeisterin gut deutsch sprach. Und da C. ganz Chinesisch seine Visitenkarte zu Beginn verteilt hatte und sie uns als "Einheimische" identifizierte, bekamen wir am Ende eine Kalligrafie und ein Buch geschenkt, damit wir wiederkommen (oder einfach aus Nettigkeit).  





Freitag, 8. Oktober 2010

Leben in den Hutongs



Wir waren jetzt schon in vielen Beijinger Hutongs unterwegs und auch wenn es traditionell aussieht wie im Bilderbuchchina mit Fahrradfahrern und Pagodendächern, so versteht man schon sehr schnell, warum die Beijinger eine Plattenbauwohnung einem Hofhaus im Hutong vorziehen. Die meisten Häuser haben keine Toiletten und Telefonanschlüsse. Zur Olympiade wurden neue Toilettenhäuser in den Hutongs gebaut, welche man schon von Weitem riecht. Man will gar nicht wissen, wie es vor der Olympiade war.