Posts mit dem Label Stadtviertel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Stadtviertel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 7. Dezember 2010

798 Artdistrict

Während Deutschland noch schläft, sind wir gerade hier: in 798 (sprich tschi-jio-ba) dem Kunstdistrict von Peking. Um einen herum sind überall Apfelrechner (die hier übrigens Pinguo heißen wie der chinesische "Apfel" und sich großer Beliebtheit erfreuen). Auf der Straßen laufen gestylte männliche Chinesen mit langen Haaren und Nerdtaucherbrillen und überall gibt es Cafes und Shops mit selbstdesignten Dingen. Man hat fast das Gefühl in Mitte zu sein oder an der UdK. 
798 ist ursprünglich ein altes Fabrikgelände gewesen. In die leeren Fabriken haben sich irgendwann junge Künstler eingemietet und angefangen dort zu arbeiten und ihre Arbeiten zu verkaufen. Da man inzwischen gemerkt hat, dass sich mit so einem Künstlerviertel viel Geld verdienen lässt, möchte nun auch der angrenzende Bezirk 751 (tschi-wu-yao) ein Künstlerviertel werden. Und das mit zu planen und mit zu entwerfen war C. Job in den letzten Monaten. Er darf hier gerade zusammen mit Y. ein Geschäftsessen mit den chinesischen Bauherren genießen, während ich nebenan in einem Café warte wo die Fuwuyuan schon zum dritten Mal versucht mit meinem westlichen Zitronentee-Beuteltee einen neuen Aufguss zu machen. Da müssen die Chinesen noch was lernen. Tee ist eben nicht gleich Tee.




Montag, 25. Oktober 2010

CBD

CBD wird Pekings Central Business District abgekürzt. Hier reiht sich Wolkenkratzer an Wolkenkratzer und es gibt eine Menge abgefahrener Gebäude. Allerdings kann man nirgendwo anders so gut beobachten, wie schnell sich diese Stadt verändert und wie anders ihre Bewohner noch sind. Hier findet man noch genügend "Überbleibsel", die einem zeigen wie es hier wahrscheinlich noch vor 5 Jahren aussah. Und ab und zu sieht man auch noch einen Pferdewagen auf der sechsspurigen Straße vor den Wolkenkratzern vorbeifahren.






Ein paar Herbstbilder

Heute im Longtanpark bei uns in Fangzhuang fotografiert.




Kohlehuegel

Eine Nacht Regen und die Luft ist wieder entsmogt und klar. Also ein guter Zeitpunkt um sich Pekings hoechsten "Berg" im Stadtgebiet naeher anzuschauen. Oben auf dem sogenannten Kohlehuegel ist mal wieder ein Tempel mit einem goldenen Buddha, den man nicht fotografieren darf. 
Man hat einen fantastischen Ausblick auf die Verbotene Stadt, den alten Kaiserpalast.





Freitag, 8. Oktober 2010

Leben in den Hutongs



Wir waren jetzt schon in vielen Beijinger Hutongs unterwegs und auch wenn es traditionell aussieht wie im Bilderbuchchina mit Fahrradfahrern und Pagodendächern, so versteht man schon sehr schnell, warum die Beijinger eine Plattenbauwohnung einem Hofhaus im Hutong vorziehen. Die meisten Häuser haben keine Toiletten und Telefonanschlüsse. Zur Olympiade wurden neue Toilettenhäuser in den Hutongs gebaut, welche man schon von Weitem riecht. Man will gar nicht wissen, wie es vor der Olympiade war. 

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Willkommen in Fangzhuang



Wir sind sicher nicht dort gelandet, wo deutsche Praktikanten in Beijing leben. Nein, hier leben überhaupt keine westlichen Menschen, jedenfalls haben wir (bis auf eine Ausnahme und diese Ausnahme war genauso überrascht wie ich) noch keine hier getroffen. Am Anfang war Fangzhuang für uns sehr ungewohnt und vielleicht etwas zu chinesisch. Inzwischen sehen wir es als kulturelle Erfahrung der besonderen Art. In unserem Hof gibt es zahlreiche Garküchen, Gemüse- und Obstverkäufer und eines dieser abgefahrenen chinesischen Open-air-Fitnessstudios. Die alten Frauen sitzen in der Eingangshalle und spielen Karten und morgens kann man durch das Fenster die Nachbarn im Hof bei ihren Qigong-Übungen beobachten. Gleich nebenan ist eine Schule und ein Kindergarten, wo alle Kinder morgens stramm zum Appell auf dem Hof stehen. Auch wenn 24 Std. warmes Wasser ohne Vorheizen schon prima wären und ich immer noch Angst habe in dem alten Fahrstuhl stecken zu bleiben, so gibt es hier sicher mehr Interessantes zu sehen als in den westlichen Appartmenthäusern in Chaoyang.